Hör auf Dich mit Deinen Rollen zu identifizieren

Hör auf Dich mit Deinen Rollen zu identifizieren!

Hör auf Dich mit Deinen Rollen zu identifizieren!

Hör auf Dich mit Deinen Rollen zu identifizieren!

Viele glauben, dass die Welt und unser Leben aus puren Fakten bestehen. Tatsächlich gibt es darin kaum Fakten. Vielmehr besteht unser Leben aus Erwartungen, Bewertungen, Absichten, Befürchtungen und Interessen. Unsere Welt ist eine subjektive Welt, und das hat Folgen.

Obwohl wir auf der einen Seite von subjektiver Wahrnehmung sprechen, halten wir uns gleichzeitig an objektiven Dingen fest. Gerald Hüther spricht von Objektrollen und meint damit, dass Menschen einander nicht sehen, wie sie sind, sondern so, wie ihre Rolle es vorgibt.

Wir sind Tochter/Sohn, Vater/Mutter, Schwester/Bruder, Vereinsmitglied, Angestellte, Kollegin, Führungskraft, Freundin, Koch, Handwerkerin, Sozialpädagoge, oder Ärztin. Ich denke bei Rollen aber auch an die Rollen, die sich mit unserem Gefühlsleben in Verbindung bringen lassen. Wir sind die Korrekte, der Pünktliche, die Genießerin, der Panikmacher, die Depressive, der Fröhliche, die Hochstaplerin, der Lügner, die Perfektionistin, der Angeber etc.

Unsere Erlebnisse führen dazu, dass uns Rollen zugewiesen werden, oder wir sie uns selbst geben.

Als Inhaber dieser Rollen sind wir an gewisse 'Spielregeln' gebunden. An der einen Stelle ermächtigen, an der anderen begrenzen sie uns. Ich würde sogar behaupten, dass Rolleninhaber an 'emotionale Vorgaben' gebunden sind. Ich zum Beispiel werde oft als Perfektionistin bezeichnet und bin genau diese im Laufe der Zeit geworden. Ich habe deshalb häufig das Gefühl, unzulänglich zu sein und das spiegelt sich vor allem in meinen Freundschaften wider. Vor fast 20 Jahren hat mir meine damalige beste Freundin die Freundschaft gekündigt mit der Erklärung, ich würde nicht genug 'da sein'. Seither habe ich die Rolle der unzulänglichen Freundin übernommen, die immer wieder ähnliche Erfahrungen macht.

Die Rollen, die wir einnehmen; mit ihnen identifizieren wir uns in der Regel auch. Und wenn wir nicht achtsam sind, ist die Identifikation mit unseren Rollen so stark, dass wir uns komplett darauf reduzieren.

So wie in dem Zitat von Peter Schellenbaum
Der depressive Mensch identifiziert sich mit dem verlorenen Menschen und bleibt mit ihm verschmolzen.

Das muss aber nicht so bleiben. Rollen sind nicht festgeschrieben und wie wir sie leben wollen, ist unsere Entscheidung. Ich muss mich nicht mit der Rolle der unzureichenden Freundin identifizieren, ich kann mich stattdessen als „guten Freundin“ wahrnehmen. Das Problem von Rollen ist aber nicht so sehr die Identifikation mit ihnen, sondern der Glaube daran, dass sich die Rollen nicht verändern lassen.

Es lohnt sich, die Rollen, die Du einnimmst, einmal darauf zu überprüfen, ob sie Dir dienlich, oder überholt oder sogar negativ für Dich sind. Und Du kannst Dich aktiv dafür entscheiden, dich mit dieser Rolle nicht weiter zu identifizieren und stattdessen eine andere förderliche Rolle einzunehmen. Und das gilt sowohl für die emotionalen sowies für die gesellschaftlichen Rollen.

Wenn Du es nicht schaffst, dich von diesen Identifikationen zu lösen, wirst Du Bereiche Deines Seins ausschließen und Dich nicht entwickeln können. Willst Du ein Leben als bewusster Schöpfer führen, musst Du erkennen, womit Du dich identifizierst, damit Du Dich stattdessen als 'Selbst' erkennen kannst. Nur so kannst Du auf Dein wahres Potential zugreifen.

Du bist dran!

Reflexionsfragen zum Nachdenken

  1. Mit welchen Rollen identifizierst Du dich?
  2. Welche förderlichen und welche hinderlichen Glaubensmuster stehen mit dieser Identifikation in Verbindung?
  3. Wie kannst Du die Identifikation anpassen, damit weniger hinderliche und mehr förderliche Glaubenssätze dabei herauskommen?

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sohumraya Namasté

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