Raus aus der Opferhaltung

Raus aus der Opferhaltung!

Raus aus der Opferhaltung!

Raus aus der Opferhaltung!

Früher hatte ich ein geringes Selbstwertgefühl. Alles, was um mich herum passierte, empfand ich als persönlichen Angriff gegen mich. Alles verband ich mit meiner Person, fühlte mich verletzt und klein.⁠

Eines Tages, als ich mal wieder zum Ausdruck brachte, wie sehr ich mich durch das Verhalten eines anderen Menschen verletzt fühlte, sagte mir ein guter Freund: Du glaubst, Du bist das Opfer, aber hast Du mal daran gedacht, dass Du diejenige bist, die sich zum Opfer und den anderen zum Täter macht. Und hast Du mal überlegt, dass dadurch Du selbst zum Täter wirst?

In diesem Moment brach alles über und unter mir zusammen. Nein, solche Gedanken hatte ich mir zuvor nie gemacht. Mit einem Mal wurde ich aus einer mir bekannten Welt gerissen. In dieser Welt war ich immer das Opfer gewesen, und ich fühlte mich sicher in dieser Rolle. Sie war auf ihre Art gemütlich. Und nun, ganz plötzlich wurde mir klar, dass ich selbst der Täter war. Denn mein guter Freund hatte recht: In Wahrheit suchte ich nach Situationen, die diese Opferhaltung bestätigten. Ich suchte nach Menschen, die ich in die Rolle der Täter manövrieren konnte. Und am Ende konnte ich mich in meine Ecke verziehen, meine Wunden lecken und rechtfertigen, dass ich einfach nicht besser konnte.⁠

Dieser Tag veränderte mein Leben. Ich will nicht behaupten, dass ich mich nie wieder als Opfer sah – so schnell geht das nicht. Aber es fiel mir auf – jedes Mal. Und jedes Mal konnte ich neu entscheiden, ob ich das Opfer und damit der Täter sein, oder ob ich mich anders entscheiden wollte. Erst, wenn Du Dinge an Dich heranlässt, kannst Du Verantwortung dafür übernehmen, wie sie sich in der Zukunft entwickeln sollen.

Um es mir zu erleichtern, ziehe ich mich manchmal selbst durch den Kakao, indem ich lache und laut sage: Nein, bitte tu' mir keinen Gefallen, dann kann ich doch gar nicht mehr den Märtyrer Tod sterben. Dieser Satz überreißt derart die Situation, dass ich mit meinen Gedanken und meinem Verhalten Frieden schließen kann.⁠

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sohumraya Namasté

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